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Ein Mecha­nismus, der Alltags­themen mit der Klimakrise verbindet.

ClimateConnections macht die Klimakrise persönlich.
Wir verknüpfen die Interessen von Menschen – ihre Herzensthemen, Hobbies oder Lebensziele – mit aktuellem Klima-Wissen. So erhält jede*r Einzelne einen individuellen Überblick, wie er*sie mit dem Klima verbunden ist, bekommt direkt passende effiziente Hebel und findet potenzielle Verbündete, um aktiv zu werden.

Persönliches Herzensthema wählen

Was ist dir wirklich wichtig in deinem Leben?

Nicht jede*r interessiert sich für das Klima, aber allen ist irgendetwas wirklich wichtig.

ClimateConnections zeigt, dass alles, was uns wichtig ist, mit der Klimakrise zu tun hat. Wir brechen die komplexen Zusammenhänge auf die jeweiligen persönlichen Herzensthemen herunter.

Auf das Zuhause, das Hobby, das Haustier und den Alltag. Denn Klima ist eine Dimension von allem. In drei Schritten führen wir Menschen durch ihren persönlichen Aha-Effekt, und starten mit der Frage: „Was ist dir wirklich wichtig in deinem Leben?“

Verbindung zur Klimakrise erkennen

Was hat dein Thema mit der Klimakrise zu tun?

Über die Herzensthemen von Menschen zeigt ClimateConnections auf, welche Auswirkungen die Erderhitzung auf 
unsere persönlichen Lebensbereiche hat. Und umgekehrt, wie diese das 
Klima beeinflussen.

Mithilfe klimajournalistischer Mittel bereiten wir wissenschaftliche Informationen auf und verknüpfen sie mit den persönlichen Herzensthemen. Zusammenhänge und Verbindungen zu ökologischen Auswirkungen werden plötzlich persönlich. Die komplexe Klimakrise verständlich und nah.  
ClimateConnections sensibilisiert und aktiviert. Dazu, sich weiter zu informieren, darüber zu reden oder selbst und mit anderen ins Handeln zu kommen.

Passende Hebel & Verbündete finden

Wie kannst du bei deinem Thema aktiv werden?

ClimateConnections macht klar: Niemand muss Klima-Expert*in werden, bevor er*sie aktiv werden kann.

Für das eigene Herzensthema ist man bereits Expert*in. Egal ob es der eigene Garten ist oder der Fußballverein. Uns geht es darum, beim eigenen Fachgebiet anzusetzen. Hier kennen wir uns aus, hier fühlen wir uns wohl. Und können lernen, das Klima mitzudenken. Um die Wende hin zu einem nachhaltigen, klimaneutralen Leben zu schaffen, braucht es alle. Und die gemeinschaftliche Kraft. Über konkrete Umsetzungen im Verein, der Nachbarschaft, der Gemeinde oder der eigenen Firma kann jede*r Multiplikator*in sein. Damit tragen alle dazu bei, den gesellschaftlichen Wandel anzuschieben.

Franzi 19 aus Erfurt mag Fußball spielen im Verein
Was hat mein Fußballverein mit der Klimakrise zu tun

• Starkwetter werden häufiger und extremer. Mit steigender Erderhitzung werden Hitzewellen zunehmend Outdoor-Trainings und den Sportbetrieb erschweren; Stürme, Überflutungen und extremer Hagel können Sportplätze und Trainingshallen beschädigen.

• Sport treiben wir auch, um gesund zu bleiben. Dies wird in Zukunft schwieriger da die Klimakrise eines der größten Gesundheitsrisiken ist. Hitze macht z.B. unserem Kreislauf zu schaffen. Außerdem gefährdet die Klimakrise zunehmend eine stabile Versorgung mit Trinkwasser.

• Erfurt gehört laut Umweltbundesamt zu den trockensten Regionen Deutschlands. Die Gefahr für Hitzewellen und Starkregen steigt deutlich an. Das heißt zum Beispiel, dass der FC Rot-Weiß Erfurt nicht zuverlässig Regionalliga-Heimspiele in seinem Stadion durchführen kann.

• Die gute Nachricht: Fußball zu spielen an sich verbraucht vergleichsweise wenig Strom. Um die Erderhitzung zu stoppen, müssen wir den Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 jedoch komplett beenden. Daher ist es entscheidend, dass jeder Bereich, jede Branche, jeder noch so kleine Verein auf erneuerbare Energien umsteigt.

• Die An- und Abreise zum Training oder zu Wettkämpfen ist derzeit nicht überall klimaneutral mit dem Fahrrad, Bus oder Bahn möglich. Es werden dabei also Treibhausgase erzeugt.

• Wer Sport macht, muss sich stärken. Landet beim Grillfest Rindersteak oder Bratwurst auf dem Rost, erzeugt das viele Treibhausgase.

• Neue Trikots, Schuhe oder andere Anschaffungen sind ab und zu nötig. Bei ihrer Produktion und dem Transport fallen auch Treibhausgase an.

• Ihr braucht einen neuen Vereinsbus? Vielleicht gibt es schon ein elektronisches Modell auf dem Markt.

• Mehr Veggie-Würste, wiederverwendbares Geschirr, Getränke aus Mehrwegflaschen: Wenn ihr das nächste Grillfest plant, könnt ihr mit einfachen Schritten dafür sorgen, weniger Müll und weniger Treibhausgase zu erzeugen.

• Wechselt zu einem echten Ökostrom-Anbieter oder installiert sogar selbst Solarpanele auf dem Vereinsdach. So tragt ihr aktiv zur Energiewende bei.

• Aus dem Nachbarort müssen einige immer mit dem Auto anreisen und der ÖPVN ist eh nicht so doll? Hakt doch mal bei der Gemeinde nach, ob ein Rufbus-System eine Option wäre!

Natan mag sein Zuhause
Was hat mein Zuhause mit der Klimakrise zu tun

• Starkwetter werden häufiger und extremer. Mit steigender Erderhitzung steigt die Wahrscheinlichkeit für Stürme, Überflutungen und extremen Hagel, die auch dein Zuhause beschädigen können. Damit steigen auch die Kosten für Reparaturen und Versicherungen.

• Auch Hitzewellen und Dürren werden wahrscheinlicher. Die Zahl der tropischen Nächte steigt und erschwert z.B. das Schlafen. In einigen Gemeinden darf schon heute im Sommer nicht mehr oder nur wenig gewässert werden, die Gärten verdorren dann zum Teil.

• Düsseldorf zählt laut Umweltbundesamt zu den am stärksten von Hitzewellen betroffenen Regionen Deutschlands, auch die Gefahr für Dürre und Starkregen steigt an. Der Hofgarten könnte daher schon bald nicht mehr grün und üppig bewachsen sein.

• Ein Haus oder eine Wohnung verbraucht Energie. Wir nutzen Strom, um die Waschmaschine, den Herd oder den Fernseher zu betreiben und im Winter oft Gas, Kohle oder Öl, um die Innenräume zu heizen. Hat man nicht bereits auf erneuerbare Energien umgestellt, erzeugt das Treibhausgase und heizt die Klimakrise weiter an.

• Der größte Anteil an Emissionen entsteht beim Bauen selbst. Alle Materialien müssen hergestellt und transportiert werden. Zudem versiegelt ein Neubau Boden, das sorgt u.a. dafür, dass Starkregen schlechter versickern kann. Insekten finden dadurch weniger zusammenhängende Fläche, auf der sie sich bewegen und Futter finden können. So tragen Neubauten auch zum Artensterben bei.

• Wechselt zu einem echten Ökostromanbieter. So finanziert ihr die Energiewende mit.

• Checkt, wie effizient euer Haus ist und wo man leicht nachbessern kann. Auch ohne große Sanierungen lassen sich oft 30 Prozent der Energie durch effiziente Nutzung und Digitalisierung sparen. Hat funktioniert? Erzählt es Freund*innen, Nachbar*innen und Kolleg*innen!

• Wer Solarpanele auf dem eigenen Dach installiert, wirkt damit oft über den eigenen Haushalt hinaus. Nicht nur, weil man überschüssigen Strom einspeisen kann, sondern auch weil Solaranlagen ansteckend sind. Forschende zeigten: Sind Solaranlagen in der Nachbarschaft sichtbar, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch andere welche installieren.

• Wärmepumpen können mittlerweile auch Mehrfamilienhäuser heizen. Findet heraus, ob das auch bei euch geht und versucht Nachbar*innen für einen gemeinsamen Umbau zu begeistern. Das spart Emissionen – und Geld.

Die Basis des ClimateConnections-Mechanismus

Climate­Connections bündelt relevante Insights, Infor­mationen und Kompetenzen
Diagramm climateconnections Kompetenzfelder

Gemeinsam sind wir stärker. Daher verbindet ClimateConnections nicht nur Menschen mit dem Klima, sondern auch verschiedene Disziplinen untereinander.

Für die Entwicklung haben wir mit verschiedenen Menschen gesprochen.
Mit Psycholog*innen z.B. von den Psychologists for Future über die Ansprache und den Umgang mit Climate Anxiety, Komplexität und Unsicherheit.
Mit Klimakommunikations-Expert*innen z.B. von der Uni Potsdam und der Helmholtz-Klima-Initivate über ihre Erfahrungswerte, Learnings aus der Klimabildforschung und in welchem Verhältnis Bedrohung und Handlungsoptionen kommuniziert werden sollten, um zu aktivieren.
Und mit potentiellen Nutzer*innen, darüber, was sie bewegt, was sie interessiert und welche Informationen sie sich wünschen.

ClimateConnections: ein Kommunikations­ansatz

Ein Mecha­nismus – viele Anwendungs­möglichkeiten

Das Team hinter ClimateConnections

Alessa Fetzer

Alessa Fetzer
Projektleiterin
LinkedIn

Julia Diehl

Julia Diehl
User Experience Expertin
LinkedIn

Sara Schurmann

Sara Schurmann
Freie Klimajournalistin
LinkedIn

Interesse, den Climate­Connections-Mechanismus im Rahmen eigener Projekte zu verwenden?
Wir freuen uns, das passende Format zu entwickeln!

Als Umsetzungspartner*innen des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes haben wir ClimateConnections als Risky Project im Creative Lab #4 entwickelt.